Volkskrankheit „Fettleber“: Symptome und was man dagegen tun kann
Lebererkrankungen werden oft erst bemerkt, wenn sich die Leberwerte im Blut verändern und auf eine Schädigung der Leberzellen hinweisen. Hauptursachen für Lebererkrankungen sind Alkoholmissbrauch, Übergewicht, eine fettreiche Ernährung, bestimmte Medikamente, Schadstoffe (z.B. Drogen, Umweltgifte), sowie Infektionen durch Viren (wie Hepatitisviren) oder Bakterien. Auch Gallenwegs- und Gallensteinerkrankungen können die Leber beeinträchtigen.
Häufige Symptome bei Lebererkankungen (Fettleber)
Eine der häufigsten Lebererkrankungen ist die Fettleber, die entsteht, wenn die Leber mehr Fett speichert, als sie abbauen kann. Dies bleibt oft lange unbemerkt, kann aber später zu ernsthaften Beschwerden führen. Frühe Anzeichen einer Lebererkrankung sind häufige Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder ein Druckgefühl im rechten Oberbauch. Fortgeschrittene Symptome umfassen Gelbfärbung der Augen und Haut, Juckreiz, Erbrechen und Schmerzen in der Lebergegend. Schwere Komplikationen wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt, eine vergrößerte Milz und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen können auf eine Leberzirrhose hindeuten.
Was ist eine Fettleber?
Eine Leberzirrhose ist eine Erkrankung, bei der das Lebergewebe vernarbt, was die Funktion der Leber als zentrales Stoffwechselorgan beeinträchtigt. Früher als irreversibles Endstadium chronischer Lebererkrankungen angesehen, wird sie heute als potenziell reversibel betrachtet, abhängig vom Stadium und der Therapie. Bei einer Leberzirrhose ist die Beziehung zwischen Darm und Leber gestört, was zu einer veränderten Darmflora und einer erhöhten Durchlässigkeit des Darms führen kann. Dies kann entzündliche Prozesse in der Leber verstärken.
Symptome einer Leberzirrhose
Anfangs bemerken Betroffene oft keine Anzeichen einer Leberzirrhose. Mit Fortschreiten der Erkrankung treten jedoch zunehmend Symptome auf. Zu den typischen Anzeichen gehören Übelkeit, ein Druck- oder Völlegefühl sowie eine Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum (Aszites). Betroffene fühlen sich oft müde und abgeschlagen, was zu einer verminderten Leistungsfähigkeit führt.
In fortgeschrittenen Stadien kann es zu einer Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes kommen, verursacht durch den Gallenfarbstoff Bilirubin, der aufgrund der eingeschränkten Leberfunktion nicht mehr ausreichend abgebaut wird und sich im Körpergewebe ansammelt. Weitere Symptome umfassen eine erhöhte Blutungsneigung, Gewichtsverlust, Krampfadern in der Speiseröhre und eine Beeinträchtigung der Hirnfunktion (hepatische Enzephalopathie).
Ursachen der Leberzirrhose
Eine Leberzirrhose kann durch eine Vielzahl von andauernden Lebererkrankungen verursacht werden. Die häufigste Ursache ist Alkoholmissbrauch, der die Leber so stark schädigen kann, dass sie Fett nicht mehr richtig verarbeiten kann. Dies führt zur Ansammlung von Fett in den Leberzellen und schließlich zur Umwandlung des geschädigten Gewebes in funktionsloses Bindegewebe.
Auch eine nicht-alkoholische Fettleber kann zur Leberzirrhose führen. Diese entsteht häufig durch starkes Übergewicht und Diabetes mellitus. Weitere Ursachen sind virale Entzündungen, wie sie durch Hepatitis-Viren (z.B. Hepatitis A, B, C) hervorgerufen werden. Darüber hinaus können Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise Leber- oder Gallenwege angreift, sowie schädliche Wirkungen von Medikamenten oder chemischen Substanzen eine Leberzirrhose auslösen.
Ernährung bei einer Fettleber
Eine proteinreiche Ernährung ist für Personen mit Leberzirrhose wichtig, da sie einen erhöhten Energie- und Eiweißbedarf haben. Da der Körper die aufgenommenen Nährstoffe nicht optimal verwerten kann, ist es sinnvoll, bestimmte Ernährungsregeln zu befolgen:
- Kalorienzufuhr: Die tägliche Kalorienzufuhr sollte etwa 35 bis 40 kcal pro kg Körpergewicht betragen.
- Eiweißquellen: Es ist wichtig, auf die Wahl der Eiweißquellen zu achten. Eiweiß aus pflanzlichen Quellen wie Soja, Tofu, Getreide, Milch, Hülsenfrüchten und Gemüse ist für die Leber weniger belastend und daher besser verträglich als tierisches Eiweiß aus Fleisch, Eiern oder Fisch.
- Salzreduktion: Eine salzarme Ernährung wird empfohlen, da Salz Flüssigkeitsansammlungen im Körper fördern kann.
Vorbeugung von Leberzirrhose
Es gibt mehrere Faktoren, die das Risiko einer Leberzirrhose erhöhen können, auf die man selbst Einfluss nehmen kann. Da Alkohol der Leber schadet, ist es ratsam, entweder gar keinen oder nur moderaten Alkohol zu konsumieren. Um die Leber nicht unnötig durch Medikamente zu belasten, sollten diese nur bei medizinischer Notwendigkeit und nach ärztlicher Empfehlung eingenommen werden.
Die Gesundheit der Darmflora spielt eine wichtige Rolle bei der Prävention und dem Verlauf einer Leberzirrhose. Eine gesunde Darmflora kann durch die Einnahme von Probiotika unterstützt werden, um die Leber zu entlasten.