5 Fakten zu den Wechseljahren: Symptome, Beschwerden und Behandlung

1. Ab wann kommt eine Frau in die Wechseljahre?

Der Beginn der Wechseljahre, auch als Klimakterium bezeichnet, variiert von Frau zu Frau und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Genetik, Gesundheit und Lebensstil. Typischerweise beginnen die Wechseljahre jedoch in einem bestimmten Altersbereich.

Diese Phase kann mehrere Jahre dauern und wird in drei Hauptabschnitte unterteilt:

  1. Prämenopause: Die Jahre vor der Menopause, in denen die Menstruationszyklen unregelmäßig werden, und die Hormonproduktion beginnt, abzunehmen. Frauen können Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen erleben. Diese Phase kann bereits in den späten 30ern oder frühen 40ern beginnen.
  2. Perimenopause: Dies ist die Übergangsphase direkt vor der Menopause und die ersten Jahre danach. Die Symptome der Wechseljahre sind in dieser Phase am intensivsten. Diese Übergangsphase beginnt meistens in den 40ern und kann bis in die frühen 50er Jahre andauern. Sie dauert im Durchschnitt etwa 4 bis 8 Jahre.
  3. Postmenopause: Diese Phase beginnt nach der Menopause und dauert den Rest des Lebens. Die Symptome der Wechseljahre können weiterhin auftreten, werden aber in der Regel weniger intensiv.
5 Fakten zu den Wechseljahren: Symptome, Beschwerden und Behandlung

2. Was ist die Menopause?

Die Menopause ist das dauerhafte Ende der Menstruation und Fruchtbarkeit, die offiziell diagnostiziert wird, wenn eine Frau 12 Monate lang keine Menstruation hatte. Das durchschnittliche Alter für den Beginn der Menopause liegt bei etwa 51 Jahren.

3. Symptome der Menopause

  • Hitzewallungen: Plötzliche Wärmegefühl, oft begleitet von Rötungen und Schweißausbrüchen.
  • Nachtschweiß: Hitzewallungen, die nachts auftreten und Schlafstörungen verursachen können.
  • Schlafprobleme: Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen.
  • Stimmungsschwankungen: Reizbarkeit, Depression und Angstzustände können zunehmen.
  • Vaginale Trockenheit: Reduzierte Östrogenproduktion kann zu Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen.
  • Gewichtszunahme: Veränderungen im Hormonhaushalt können die Fettverteilung im Körper beeinflussen.
  • Haar- und Hautveränderungen: Dünner werdendes Haar und trockenere Haut sind häufige Beschwerden.
  • Knochenverlust: Das Risiko für Osteoporose steigt aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Das Risiko für Herzerkrankungen kann nach der Menopause steigen.

4. Scheidentrockenheit in den Wechseljahren

Scheidentrockenheit ist in der Menopause ein häufiges und belastendes Problem. Mit zunehmendem Alter und dem Fortschreiten der Menopause verändert sich u.a. das vaginale Mikrobiom. In der Prämenopause ist die Scheidenflora hauptsächlich von Laktobazillen besiedelt. Nach dem Einsetzen der Menopause sinkt der Östrogenspiegel, was zu einem leichten Anstieg des pH-Werts in der Scheide führt. Ein niedriger Östrogenspiegel reduziert auch die Menge an Glykogen, was das Wachstum der Laktobazillen in der Vaginalflora negativ beeinflusst. Die Folge ist ein Ungleichgewicht der Scheidenflora, das eine Fehlbesiedelung mit krankmachenden Keimen wie Proteobacteria, Streptococcus und Anerococcus begünstigen kann.

Langfristig hat sich die orale Einnahme von hochwertigen Probiotika, die speziell für die Scheidenflora entwickelt wurden, als wirksam erwiesen. Durch die Einnahme eines Probiotikums, das speziell aus Laktobazillen besteht, können wichtige, natürlicherweise in der Vaginalflora vorkommende Laktobazillen in die Vagina gelangen und eine ausgeglichene Scheidenflora fördern.

5. Behandlungen in der Menopause

Lebensstiländerungen

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D kann helfen, Knochenschwund zu verhindern.
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann helfen, Gewichtszunahme zu kontrollieren, Stimmungsschwankungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

 Alternative Therapien

  • Pflanzliche Präparate: Phytoöstrogene (z.B. Soja, Leinsamen) und Nahrungsergänzungsmittel wie Traubensilberkerze werden oft verwendet, obwohl die Wirksamkeit wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen ist.
  • Achtsamkeits- und Entspannungstechniken: Yoga, Meditation und Akupunktur können helfen, Stress und Menopausensymptome zu lindern.

 Psychologische Unterstützung

  • Therapie: Gesprächstherapien und Unterstützung durch Selbsthilfegruppen können hilfreich sein, um die emotionalen Herausforderungen der Menopause zu bewältigen.